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Donnerstag, 14. Juli 2016

Lillesand, Norwegen, 12. bis 14. Juli 2016

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Zeitig haben wir den Hafen von Arendal verlassen. Gegen Wind und Wellen, haben wir die 4 Stunden bis Lillesand geschafft, Lillesand wie immer geschäftigt und jetzt im Sommer und der Ferienzeit der Einheimischen, voll bis dort hinaus. 
Zunächst waren wir froh, einen Liegeplatz zu bekommen, nun sind wir dankbar, dass sich 2 Motorboote an uns ins Paket gelegt haben. Dankbar, weil wir nicht mehr fürchten müssen, eine 46er Yacht an die Backe zu bekommen.

Gleichzeitig wurde klar, dass es mit dem früh morgenlichen Ablegen nichts wird, die Leute haben Urlaub und Anrecht auf das Ausschlafen.
Morgen soll es möglichst nach Mandal gehen. Aber wenn wir bis Mittag Mandal nicht erreichen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, einen Liegeplatz zu ergattern.

Nun macht sich auch ein Unwetter bemerkbar, was soll's, es kann ja nicht immer "sommerlich" bleiben.

Der Hafen gleicht einer Sardinenbüchse, Schiff an Schiff in 2er und 3er Paketen. Teilweise können die Schiffe überhaupt nicht raus, bevor sich mehrere Skipper erkenntlich zeigen.
Wir sind umzingelt von Wind, Wellen und Wassersportlern. In dem Hafenbecken, wo noch Platz ist, sind die Kinder als Raudis unterwegs und betreiben mit den Dinghies das Rennen. Der Schwell, der dadurch entsteht, lässt sogar die größten Schiffe tanzen, es sind aber alle ruhig und gelassen, fantastisch.

Mitten in diesem Gewirr, kommt ein Schiff und sucht einen Platz. Alle springen auf, um zu helfen.

Route: 21 Seemeilen, bis heute: 319
4:23 Stunden, Temp.: 16-21°C
Sonnenaufgang: 04:39, Sonnenuntergang: 22:25













Arendal, als erstes Schiff legen wir ab
Lillesand, frisch und frei!




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Montag, 11. Juli 2016

Arendal (Folge 1), Norwegen, 9. bis 12. Juli 2016

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Freitag Abend wurde es zunehmend schlimmer. Die Beschwerden, vermutlich eine Zerrung, waren schon in Skagen da, aber ich hoffte auf eine Besserung.
Nun waren die Schmerzen nach unten rechts verlagert. Uns ist der Verdacht aufgekommen, dass sich vielleicht doch der Blinddarm so allmählich bemerkbar machen möchte.

Eine Entscheidung musste her, sie war da und hat uns am Samstag, in aller Frühe zum Krankenhaus gebracht.
Erste Diagnosen fielen tatsächlich auf den Blinddarm. Ich wurde von einer 5 köpfigen Mannschaft auf eine, unmittelbar bevorstehende, Operation vorbereitet. Danach haben sie mir noch eine Computer Tomografie verpasst um weitere Probleme im Bauch zu ermitteln.
Erleichterung, die CT hat gezeigt, dass mein Blinddarm doch nicht entzündet ist und kann weiterhin seinen Platz behalten. Nunmehr stellte sich heraus, dass ich an einer Dünndarmentzündung leide. Also keine OP.

Am Tag darauf hat die Blutuntersuchung eine leichte Besserung gezeigt. Somit wurden wir freundlich entlassen.

Ein riesen Lob an die Mannschaft und die Organisation des Krankenhauses. Sie waren stets kompetent und die Behandlung war beispielhaft, weiter so Norwegen!
  


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Freitag, 8. Juli 2016

Arendal, Norwegen, 5. bis 9. Juli 2016

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deja vu!

Skagen, ungefrühstückt legen wir ab, dafür werden wir unterwegs viel Zeit haben, und das unter der Skagerrak-Sonne.

Man könnte eigentlich fast die selben Texte, von 2015, hierher übertragen. Es gibt aber doch einige Unterschiede.

Prämissen: 8 m/s NWW auf West übergehend, später abflauend und die letzte Stunde unter der Maschine. Westliche Wellen 0,5-1,0m später bis 0,5m.

Kaum auf dem Skagerrak, 9-10 m/s, wir freuen uns, die gerade Strecke müssen wir verlassen. Wir fallen ab und halten uns am Hochamwind-Kurs. Zwischendurch immer wieder 12-13 m/s, wir reffen, um die Krängung zu umgehen. Die Genua I erweist sich als sehr hilfreich, auch wenn das Reffen immer wieder unsere Kräfte herausfordert und zum Schluss fast erschöpft. Anders ist es  mit dem Rollgroß, eine Errungenschaft, Reffen und Ausreffen sehr praktikabel, steht gut und hat, bei uns, die gleiche Fläche wie zuvor.

Ca. 4 Stunden vor dem Landfall, befinden wir uns in einer Kreuzsee, der Wind inzwischen 13 m/s., überall brechende hohe Wellen. Die seitlichen Wellen türmen sich auf, wenn wir uns im Wellental befinden, sie überragen unser Schiff bei weitem. Sie rauschen unten durch, wir haben nur einzelne Brecher am Bug erlebt und Mori wurde wiederholt mit Salzwasser getauft.
Die Windsee mit ca. 1,5 m Höhe kam zu den Seiten-Wellen hinzu.

Mit 3 Reffs in der Genua und 1 Reff im Groß machten wir schnelle Fahrt, mit etwas weniger Krängung.

Wir taumelten von Welle zu Welle, bis die Entscheidung fiel, die Maschine mit 2000 U/m mitlaufen zu lassen. Es hat gewirkt, nun taumelten wir nur noch selten, sondern durchpflügten die Wellen regelrecht, Ergebnis, die Wellen flogen in dicken Tropfen umher und leuchtend, in der Abendsonne, landeten zum Teil im Cockpit.

Arendal, angekommen fanden wir einen Liegeplatz, längsseits für +46 er Schiffe, uns machte es nicht die Bohne.

Wir nehmen kleine Happen und fallen auf die Sitze, im Salon. Sich hinlegen war ein Tortur, es tut  uns alles weh, was man sich vorstellen kann, Ausnahmen bestätigen die Regel!

Route: 83 Seemeilen, bis heute: 298
15:09 Stunden, Temp.: 16-18°C
Sonnenaufgang: 04:25, Sonnenuntergang: 22:33












Unterwegs
Anstatt Empfangskomitee wurden wir mit Blitz und
Donner empfangen.

Arendal's Impressionen ...












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