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Sonntag, 28. August 2016

Skagen (Nachschlag), Dänemark, 26. bis 27. August 2016

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Seit gestern brodelt es hier wie Hulle. Alles spricht schwedisch und, möchtegern Muschies wedeln mit ihren Hintern durch den Hafen. Kurz berockt oder kurz behost, in hellen Klamotten und ausladenden Hüten, tänzeln sie von Schiff zu Schiff und alle lachen so, wie auf den Zigaretten-Reklamen.
Weit gefehlt von skandinavischen süßen Mädchen, hier siehst du fast ausschließlich betagte Mutties, die mit Botox und OP's, ihren Marktwert zu steigern versuchen. 
Die Männer tun das gleiche, stolz auf ihren dicken Schiffen, mit freiem Oberkörper und mit kurzen Hosen bestückt, versuchen sie die Gunst der Damen auf ihre Seite zu ziehen, Grölen der Betrunkenen mischt sich mit lautem Gemisch von Musik aus unzähligen Quellen.

Die Reihe der Zuschauer ist mächtig. Direkt vor den Cafes, Restaurants und Imbissbuden, sitzen sie da und bestaunen die Szenerie, wie Zoobesucher.

Wir sind auch zum Zuschauen verdammt, die Ereignisse soll man erleben, um später vielleicht behaupten zu können, ich habe gelebt.

Es ist noch nicht zu Ende, laufend kommen neue Schiffe und gehen direkt zum Hafen, sie merken scheinbar nicht, dass es dort keine Wasserfläche mehr gibt. Noch erstaunlicher, dass sie doch einen Liegeplatz finden, ist hier der Hafen dehnbar?

Der Südwind, der uns an der Abreise hindert, spielt auch für sie, sie werden einfach rüber gebracht. Auf soviel "Glück" würden, aber können wir einfach nicht verzichten!

Erst morgen werden wir, mit dem Westwind, einige Seemeilen schaffen, danach ist alles offen.

So, haben wir gestern die Räder gesattelt und nach dem Aufpumpen, eine Runde gedreht. Sie sollten für den heutigen Tag bereit sein.
Es ist sonnig und windig, die besten Voraussetzungen, die Dänische Spitze zu besuchen.


Die schwedische Seemanns-Kirche ...




Die Stadtmitte








Palladium im Vereinshafen








Der Ausflug nach Grenen ...
Kaum die Fahrräder geparkt, sehen wir diese 3 Süssen!




Hier küssen sich Skagerrak und Kattegat
Der Bunker als Regenschutz!





Zurück zum Stadthafen
















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Donnerstag, 25. August 2016

Skagen, Dänemark, 24. bis 26. August 2016

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Unsere Wetterberater sitzen wieder in Kiel. Kurz nach 9 ruft Dunja an und berichtet, dass es nach "Meeno", doch möglich sei Grenen zu umrunden. Bis gestern Abend, waren sich alle Wettergötter einig, dass die Umrundung wegen Südwinds und Wellen schwierig sein wird und wir wollten uns keine Schindereien antun. 
Nun hieß es aber, SO Wind und 0,7m Wellen, also wir wollen! 09:44 Uhr haben wir abgelegt und raus ins Vergnügen.

Der schwache Wind von Achtern, entpuppte sich mitunter bis 10m/s aus Süden. Der Wind war sich aber nicht schlüssig, soll ich oder soll ich nicht? So haben wir zwischendurch ein paarmal die Maschine an und bald wieder ausgemacht. Vor der Wende nach Grenen war der Wind schon soweit östlich, dass wir die Wende allmählich vorzogen, um mehr an Höhe zu gewinnen, es hat geklappt.

Nach der Umrundung ging uns ein Licht auf, wir könnten ja, mit diesem OSO Wind, bis Frederikshavn segeln, dann hätten wir viel geschafft! Nach einer halben Stunde kam die echte Erleuchtung, dass wir inzwischen zu hoch am Wind segeln und somit unsere Geschwindigkeit immer mehr Richtung 3kn geht. 

Als wir die 3kn in der Anzeige hatten, ging uns nochmal ein Licht auf. Wir sind abgefallen und fröhlich AAlbaek angesteuert.
Nach weiteren 2 Stunden waren wir erst 3sm von Skagen entfernt und AAlbaek lag immer noch 2,5 Stunden vor uns. Der Wind, inzwischen auf 11m/s, blies nun soweit südlich, das wir die Genua bergen mussten. Die angewachsenen Wellen und die Strömung von 3kn gegen uns, hat uns das garaus gemacht.

Reumütig gewendet, waren wir in einer halben Stunde im Hafen von Skagen, alles spricht schwedisch!
Von längsseits keine Rede, alle liegen hier in Reih und Glied mit Heckanker, wir wollen nicht.
Die gute Alternative, Segelklub, hat uns freundlich längsseits aufgenommen.

Route: 39 Seemeilen, bis heute: 715
7:52 Stunden, Temp.: 15-24°C
Sonnenaufgang: 06:01, Sonnenuntergang: 20:38












Grenen friedlich.
Trinity genießt das Segeln












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