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Montag, 29. August 2016

Frederikahavn, Dänemark, 27. bis 30. August 2016

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Skagen, es pfeift aus allen Rohren. Der Wind lässt nicht nach und bläst mit 24kn unentwegt. Es hat geheißen, dass es um Mittag etwas ruhiger werden soll, Pustekuchen!
Entschlossen verlassen wir den Hafen um 12:24 Uhr. Nachdem die Segel gerefft gesetzt waren, machten wir schon über 6,5kn.
Der Wind wurde später etwas moderater und die Wellen auch freundlicher. Die Sonne und das Meer, in dunkelblau, fantastisch. So wurden wir bis vor den Hafen getragen. Frederikshavn lag unverändert vor uns und hatte auch einen Boxenplatz gegen den Wind für uns bereit, danke.

Einen Tag später, sitzen wir im Boot, der Wind pfeift, der Regen prasselt und die Sicht ist begrenzt. Die Aussichten, weiter nach Süden zu segeln, sind auf den morgigen Dienstag gerichtet. 

Route: 20 Seemeilen, bis heute: 734
4:00 Stunden, Temp.: 18-24°C
Sonnenaufgang: 06:08, Sonnenuntergang: 20:29












Unterwegs, vorbei an Hirsholm
Im Hafen, Sauwetter mit viel Wind und Regen












Hier gibt es auch diese Anblicke ...

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Sonntag, 28. August 2016

Skagen (Nachschlag), Dänemark, 26. bis 27. August 2016

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Seit gestern brodelt es hier wie Hulle. Alles spricht schwedisch und, möchtegern Muschies wedeln mit ihren Hintern durch den Hafen. Kurz berockt oder kurz behost, in hellen Klamotten und ausladenden Hüten, tänzeln sie von Schiff zu Schiff und alle lachen so, wie auf den Zigaretten-Reklamen.
Weit gefehlt von skandinavischen süßen Mädchen, hier siehst du fast ausschließlich betagte Mutties, die mit Botox und OP's, ihren Marktwert zu steigern versuchen. 
Die Männer tun das gleiche, stolz auf ihren dicken Schiffen, mit freiem Oberkörper und mit kurzen Hosen bestückt, versuchen sie die Gunst der Damen auf ihre Seite zu ziehen, Grölen der Betrunkenen mischt sich mit lautem Gemisch von Musik aus unzähligen Quellen.

Die Reihe der Zuschauer ist mächtig. Direkt vor den Cafes, Restaurants und Imbissbuden, sitzen sie da und bestaunen die Szenerie, wie Zoobesucher.

Wir sind auch zum Zuschauen verdammt, die Ereignisse soll man erleben, um später vielleicht behaupten zu können, ich habe gelebt.

Es ist noch nicht zu Ende, laufend kommen neue Schiffe und gehen direkt zum Hafen, sie merken scheinbar nicht, dass es dort keine Wasserfläche mehr gibt. Noch erstaunlicher, dass sie doch einen Liegeplatz finden, ist hier der Hafen dehnbar?

Der Südwind, der uns an der Abreise hindert, spielt auch für sie, sie werden einfach rüber gebracht. Auf soviel "Glück" würden, aber können wir einfach nicht verzichten!

Erst morgen werden wir, mit dem Westwind, einige Seemeilen schaffen, danach ist alles offen.

So, haben wir gestern die Räder gesattelt und nach dem Aufpumpen, eine Runde gedreht. Sie sollten für den heutigen Tag bereit sein.
Es ist sonnig und windig, die besten Voraussetzungen, die Dänische Spitze zu besuchen.


Die schwedische Seemanns-Kirche ...




Die Stadtmitte








Palladium im Vereinshafen








Der Ausflug nach Grenen ...
Kaum die Fahrräder geparkt, sehen wir diese 3 Süssen!




Hier küssen sich Skagerrak und Kattegat
Der Bunker als Regenschutz!





Zurück zum Stadthafen
















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Donnerstag, 25. August 2016

Skagen, Dänemark, 24. bis 26. August 2016

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Unsere Wetterberater sitzen wieder in Kiel. Kurz nach 9 ruft Dunja an und berichtet, dass es nach "Meeno", doch möglich sei Grenen zu umrunden. Bis gestern Abend, waren sich alle Wettergötter einig, dass die Umrundung wegen Südwinds und Wellen schwierig sein wird und wir wollten uns keine Schindereien antun. 
Nun hieß es aber, SO Wind und 0,7m Wellen, also wir wollen! 09:44 Uhr haben wir abgelegt und raus ins Vergnügen.

Der schwache Wind von Achtern, entpuppte sich mitunter bis 10m/s aus Süden. Der Wind war sich aber nicht schlüssig, soll ich oder soll ich nicht? So haben wir zwischendurch ein paarmal die Maschine an und bald wieder ausgemacht. Vor der Wende nach Grenen war der Wind schon soweit östlich, dass wir die Wende allmählich vorzogen, um mehr an Höhe zu gewinnen, es hat geklappt.

Nach der Umrundung ging uns ein Licht auf, wir könnten ja, mit diesem OSO Wind, bis Frederikshavn segeln, dann hätten wir viel geschafft! Nach einer halben Stunde kam die echte Erleuchtung, dass wir inzwischen zu hoch am Wind segeln und somit unsere Geschwindigkeit immer mehr Richtung 3kn geht. 

Als wir die 3kn in der Anzeige hatten, ging uns nochmal ein Licht auf. Wir sind abgefallen und fröhlich AAlbaek angesteuert.
Nach weiteren 2 Stunden waren wir erst 3sm von Skagen entfernt und AAlbaek lag immer noch 2,5 Stunden vor uns. Der Wind, inzwischen auf 11m/s, blies nun soweit südlich, das wir die Genua bergen mussten. Die angewachsenen Wellen und die Strömung von 3kn gegen uns, hat uns das garaus gemacht.

Reumütig gewendet, waren wir in einer halben Stunde im Hafen von Skagen, alles spricht schwedisch!
Von längsseits keine Rede, alle liegen hier in Reih und Glied mit Heckanker, wir wollen nicht.
Die gute Alternative, Segelklub, hat uns freundlich längsseits aufgenommen.

Route: 39 Seemeilen, bis heute: 715
7:52 Stunden, Temp.: 15-24°C
Sonnenaufgang: 06:01, Sonnenuntergang: 20:38












Grenen friedlich.
Trinity genießt das Segeln












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Freitag, 8. Juli 2016

Arendal, Norwegen, 5. bis 9. Juli 2016

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deja vu!

Skagen, ungefrühstückt legen wir ab, dafür werden wir unterwegs viel Zeit haben, und das unter der Skagerrak-Sonne.

Man könnte eigentlich fast die selben Texte, von 2015, hierher übertragen. Es gibt aber doch einige Unterschiede.

Prämissen: 8 m/s NWW auf West übergehend, später abflauend und die letzte Stunde unter der Maschine. Westliche Wellen 0,5-1,0m später bis 0,5m.

Kaum auf dem Skagerrak, 9-10 m/s, wir freuen uns, die gerade Strecke müssen wir verlassen. Wir fallen ab und halten uns am Hochamwind-Kurs. Zwischendurch immer wieder 12-13 m/s, wir reffen, um die Krängung zu umgehen. Die Genua I erweist sich als sehr hilfreich, auch wenn das Reffen immer wieder unsere Kräfte herausfordert und zum Schluss fast erschöpft. Anders ist es  mit dem Rollgroß, eine Errungenschaft, Reffen und Ausreffen sehr praktikabel, steht gut und hat, bei uns, die gleiche Fläche wie zuvor.

Ca. 4 Stunden vor dem Landfall, befinden wir uns in einer Kreuzsee, der Wind inzwischen 13 m/s., überall brechende hohe Wellen. Die seitlichen Wellen türmen sich auf, wenn wir uns im Wellental befinden, sie überragen unser Schiff bei weitem. Sie rauschen unten durch, wir haben nur einzelne Brecher am Bug erlebt und Mori wurde wiederholt mit Salzwasser getauft.
Die Windsee mit ca. 1,5 m Höhe kam zu den Seiten-Wellen hinzu.

Mit 3 Reffs in der Genua und 1 Reff im Groß machten wir schnelle Fahrt, mit etwas weniger Krängung.

Wir taumelten von Welle zu Welle, bis die Entscheidung fiel, die Maschine mit 2000 U/m mitlaufen zu lassen. Es hat gewirkt, nun taumelten wir nur noch selten, sondern durchpflügten die Wellen regelrecht, Ergebnis, die Wellen flogen in dicken Tropfen umher und leuchtend, in der Abendsonne, landeten zum Teil im Cockpit.

Arendal, angekommen fanden wir einen Liegeplatz, längsseits für +46 er Schiffe, uns machte es nicht die Bohne.

Wir nehmen kleine Happen und fallen auf die Sitze, im Salon. Sich hinlegen war ein Tortur, es tut  uns alles weh, was man sich vorstellen kann, Ausnahmen bestätigen die Regel!

Route: 83 Seemeilen, bis heute: 298
15:09 Stunden, Temp.: 16-18°C
Sonnenaufgang: 04:25, Sonnenuntergang: 22:33












Unterwegs
Anstatt Empfangskomitee wurden wir mit Blitz und
Donner empfangen.

Arendal's Impressionen ...












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Mittwoch, 6. Juli 2016

Skagen, Dänemark, 4. bis 5. Juli 2016

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Auch Kleinvieh macht Mist!

Frederikshavn, gemütlich haben wir gefrühstückt, es war ja keine Eile geboten. Es hatte Westwind mit 4 Bft geben sollen mit wenig Wellen, wir segelten unter der Küste mit Vollzeug.
Die 4 Stunden schaffen wir mit links, dachten wir. Bis zum Wendepunkt, westlich der Insel Hirsholm war auch alles klar, danach auch, aber mit 23 Knoten. Ist das alles normal, fragen wir uns und kommen in Skagen an.
Wo ist die Hafeneinfahrt? Eh, die haben sie nach Osten verlegt und dabei einen wunderschönen und sicheren Vorhafen geschaffen, danke an die Dänen.

Nun war aber die Orientierung dahin, doch haben wir den Gästehafen gefunden, proppenvoll, wahrscheinlich spricht man hier nur noch norwegisch.
Anlegen, im Hafen mit dem Heckanker ist nicht unsere Sache, man hat mir schon einmal auf Laeso, mitten in der Nacht, den Anker rausgezogen.

Die Suche geht weiter, bis wir eine kleine Ecke, längsseits aber auflandig finden. Der Wind bläst wie verrückt. Mit freundlicher Hilfe schaffen wir es. Der Wind hat 3 Fender bis zu der Scheuerleiste durchgedrückt, die Leiste hat guten Dienst erwiesen und wurde nur leicht gescheuert, dafür ist sie ja da, oder?

Route: 20 Seemeilen, bis heute: 216
3:47 Stunden, Temp.: 20-21°C
Sonnenaufgang: 04:23, Sonnenuntergang: 22:21













Die letzte Ecke ergattert, weil wir so klein sind!
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