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Mittwoch, 24. August 2016

Lillesand, Norwegen, 22. bis 23. August 2016

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Stokken wehmütig hinter uns gelassen. Es war eine schöne Zeit, die wir nicht verlängern konnten. Es stand eine Überfahrt, von Lillesand nach Hirtshals, bevor.
Wir haben den Weg durch Blinleia genommen. Die Strecke ist paradiesisch schön und super geschützt.
In Lillesand angekommen haben wir einen verwaisten Hafen vorgefunden. Einem obligatorischen Stadtrundgang folgte die Vorbereitung für die morgige Überfahrt.

Alles sieht danach aus, dass die Saison schon vorbei ist und wir wollen auch den Hafen morgen verlassen, in der Hoffnung wieder zu kommen.

Route: 15 Seemeilen, bis heute: 612
3:01 Stunden, Temp.: 15-22°C
Sonnenaufgang: 06:04, Sonnenuntergang: 20:54












Eine letzte Rundgang, vor der Abfahrt ...











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Montag, 22. August 2016

Stokken, Norwegen, 21. bis 22. August 2016

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Ein Traum wird wahr!

Den Hafen von Mandal haben wir kurz vor 9 Uhr verlassen. Unsere Intension, erstmal nach Stokken. Sollte dort christliche Ordnung herrschen, bleiben wir dort, ansonsten, einfach weiter nach Lillesand.

Stokken hat aber für uns, und besonders für Trinity, eine Sonderstellung. Hier haben wir uns immer von den Strapazen der Reise erholt und zu uns gefunden. Trinity kennt sich hier aus, kaum angelegt, springt sie raus und weg ist sie, bis sie von alleine wieder kommt. Sie beobachtet die Enten, geht zum Strand und schnuppert überall wo eine Wasserpfütze ist. Sie läuft schnell wie ein Wiesel und sieht aus wie eine überdimensionale Raupe.

Unser Vorhaben, Trinity wieder nach Stokken zu bringen, war uns zur Pflicht geworden. Nachdem sie mit den Nierenproblemen zu kämpfen hat, wussten wir nicht mehr, ob sie ihre Insel noch einmal sehen würde!

Nun hat es geklappt, es geht ihr gut und sie ist hier, was möchten wir noch mehr, wir freuen uns mit ihr und zelebrieren unseren Aufenthalt. 

Hier ist es sommerlich warm und sonnig, wie wir meinen, einfach wie im Paradies, die 72 Jungfrauen fehlen aber.

Am Abend sitzen wir im Salon und studieren das Wetter. Plötzlich hören wir das Tuckern eines 2-Zylinders. Heike geht raus, kurz darauf schreit sie, hier ist Østein. wir hatten schon seine Telefonnummer parat und wollten wir ihn später anrufen, er hatte aber unsere Flagge gesehen und dachte, wie er sagt, vielleicht sind Heike und Mori da!

Es war ein Wiedersehen nach 3 Jahren, es wurde auch begossen.
Er hatte Fische für uns und auch einen Dorsch für unsere Freunde, Rainer und Burkhardt von Trimaran Va bene. Sie kommen aus Kampen/Sylt.
Østein musste aber früher nach Hause gehen, seine Frau ist krank. Danach sassen wir im Cockpit von Va bene und haben wir, bei einem Glas, die Probleme der Welt erörtert und z.T. dafür Lösungen gefunden. 

Route: 24 Seemeilen, bis heute: 597
5:21 Stunden, Temp.: 18-23°C
Sonnenaufgang: 06:03, Sonnenuntergang: 20:57












Mandal, alles schläft und wir legen ab
Stokken, um diese Zeit wirklich ein Paradies ...

















Østein kommt an Bord




Østein geht und ...
... die Abendstimmung bricht an ...




Saison-Ende, Mülltonnen werden eingesammelt
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Mittwoch, 17. August 2016

Mandal, Norwegen, 15. bis 17. August 2016

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Baaly, nachdem wir von Lindesnes Fyr zurück waren, haben wir unsere sieben Sachen gepackt und ab nach Mandal.
Der achterliche Wind zu schwach, die Sonne zu prall und das Meer, mehr oder weniger, glatt wie  ein Ententeich.
Vollbesegelt, waren wir mit 2,5-3,5kn unterwegs. In den Schären, bei diesem Wetter, kann man sich erholen. Zum Glück waren auch nicht viele von den Motorschiffen unterwegs, Ruhe pur. 
Nach halber Strecke, war der Wind plötzlich weg, wir haben die Segel geborgen und sind mit der Maschine weiter gefahren. Der Sandstrand vor dem Hafeneingang ist das i-Tüpfelchen für Mandal, besonders bei diesem Wetter, zum Teil 30°C.

Für uns gibt es immer wieder einen Platz. Wir wollten aber möglichst längsseits anlegen, damit unsere Liebste einfach aus- und einsteigen kann. Dies ist ja ihre Reise.

Dienstag, den 16.
Am Nachmittag gehe ich mit Trinity, auf dem Steg, spazieren. Wie immer stehen die Leute, besonders die Frauen und interessieren sich für sie, sie lässt sich auch gerne zureden und streicheln.

Das Gespräch ging weiter und die Trinity vernachlässigt. Sie hat beschlossen aufs Deck zu springen.
Just in diesem Moment fährt ein Motorboot, unweit von uns, und verursacht Schwell. Das Boot fängt an sich zu bewegen und die Leinen werden abwechselnd gespannt. Der Achterspring spannt sich unter den Füßen von Trinity und sie plumpst ins Wasser, zwischen Boot und Steg ist es ziemlich eng. Ich muss zweimal zugreifen, bis ich die, sehr gut schwimmende, Trinity gepackt habe. 

Schnell ins Boot, Wasser aufgesetzt und die Schwimmliese ausgiebig vom Salzwasser befreit. Danach hat sie sich z.T. freiwillig trockenrubbeln und anschließend föhnen lassen.

Route: 12 Seemeilen, bis heute: 573
3:03 Stunden, Temp.: 22-30°C
Sonnenaufgang: 05:53, Sonnenuntergang: 21:15












Baaly, vor der Abfahrt
Unterwegs ...





Mandal, Sandstrand und ...

... Kulturcenter
Nach der Rettung











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Montag, 15. August 2016

Lindesnes Fyr, Norwegen, 15. August 2016

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Immer wieder sind wir, ehrfürchtig, an Lindesnes Fyr vorbei gesegelt, gerauscht, gemotort und/oder geschaukelt. Das Feuer oft vom Boot aus fotografiert.
Es bedurfte jedesmal, die Wettervorhersagen intensiv zu studieren, dass uns das nicht passiert, was hunderte Schiffen vor uns passiert ist, eine Havarie oder sogar Untergang.
Die Bodenstruktur und Strömungen hier am Kap Lindesnes sind berüchtigt.
Uns sind die Passagen noch nicht schwer gefallen, weil wir die kritischen Situationen, Starkwind und hohe Wellen, gepaart mit Gegenströmung, tunlichst vermieden haben.

Nun waren wir in Baaly, unweit von Lindesnes Fyr. Also nichts wie hin, aber womit. Die Busse fahren nicht an Wochenenden und die Strecke ist weit und hügelig. Somit scheidet das Fahrrad für uns aus.
Es blieb uns, mit dem Bus am Montag hinzufahren. 09:55 Uhr waren wir zur Stelle und der freundliche Fahrer aus Holland, unterhielt uns mit Infos und brachte uns dorthin. Nun hatten wir 1,5 Stunden Zeit, um alles zu besichtigen, danach nahmen wir den letzten und einzigen Bus, zurück nach Baaly.

Der erste Eindruck, der Berg, auf dem der Leuchtturm steht, ist wie Schweizer Käse durchlöchert. Unzählige Verteidigungsstellungen der Nazis, in Verbindung mit dem Atlantikwall.

Heute hatten wir das schönste Wetter der Welt. Sonnenschein und total blauer Himmel, bei 27°C.
Der Leuchtturm so nah und so wahr. Die Landschaft der Umgebung fantastisch hoch 3.

Wir hoffen, dass die Bilder annähernd das wiedergeben, was wir erlebt haben.

Die maritime Ausflug nach Lindesnes Fyr











Der kleine Hafen am Leuchtturm







Sich zu verewigen!!!




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Sonntag, 14. August 2016

Baaly, Norwegen, 11. bis 15. August 2016

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Um 7:37 Uhr haben wir den Hafen verlassen, Sonnenschein bei 12°C. Kirkehamn werden wir in guter Erinnerung behalten.
Ein 3er Wind aus dem Westen gepaart mit 1m Wellen aus gleicher Richtung, waren vorausgesagt. Nicht zu vergessen, 3m/s Strömung gegen uns.

Der Wind brachte nichts, er kam achterlich und die Schaukelei brachte die Genua außer Rand und Band. Das Groß dichtgeholt, nur als Antischaukel-Instrument, es brachte aber wenig, da der Winddruck fehlte, also schaukelnd motorten wir weiter.
Kurz vor Lista hat es dann richtig angefangen. Das Meer kochte förmlich, die 1m Wellen gegen, sage und schreibe, bis 5kn Gegenstrom.
Eine Probe ohne Motor zeigte, dass wir nur noch an der Stelle Rodeo simulierten und die Wellen kamen von allen Seiten.
Die vielen Segler, die unterwegs waren, stampften weiter außerhalb und die, die uns entgegen kamen, waren ohne Segel mit Vollgas. So viele Segler auf einem Haufen hatten wir noch nie gesehen, alle mussten, nach Zwangspausen, weiter.

Weiter ging es direkt Richtung Lindesnes. Die Überlegung, erst nach Korshavn und dann über Lindesnes zu fahren, haben wir im Ansatz verworfen, es hätte uns nichts gebracht.

Stampfend und rollend, je nach Seegang und Strömung, haben wir Kap Lindesnes umrundet.

Nach der Wende, haben wir uns gedacht, die Segel zu bergen und uns auf das Angeln zu konzentrieren, um unser Ergebnis, von bis jetzt einem Fisch, etwas zu verbessern.
Gedacht und getan. Nach dem Bergen der Segel haben wir die Blinker rausgebracht. Einen Blick auf die Logge zeigte aber 4,5kn unter Top und Takel, der Wind war plötzlich auf 24kn angewachsen!
So haben wir die Rekordverbesserung beiseite gelegt und die Maschine angeworfen. Wir könnten aber, für die restlichen 30 Minuten, die Segel wieder setzen. Minuten später war der Wind weg, um beim Anlegen wieder zu kommen. Am Steg, gegen den Wind angelegt und gut war es, ausatmen.

Das hiesige Restaurant hat uns klargemacht , dass sie nur Norwegische Visa-Karte akzeptieren, also essen nur gegen Bares. Der Pulled Pork hat trotzdem geschmeckt und die Ebbe in unserem Portemonnaie vertieft.

Seit einem Jahr gibt es hier keine Bank mehr, wenn wir Bares brauchen, müssen wir mit dem Bus nach Vigeland, 15 Kilometer entfernt!

Freitag, den 12.8.
Es stürmt, regnet wie aus Eimern und wir werden geschüttelt. 4 große und 2 Kugelfender schützen uns vor dem Steg, der Wind hat sich gedreht und ist nunmehr auflandig. Trinity war nur kurz draußen. Nach dem sie so viel abgenommen hat, war sie sich nicht mehr sicher, ob sie weggefegt werden könnte. Sie ist sonst fröhlich und inzwischen isst sie auch selbständig. Sie wird nur noch einmal wöchentlich infundiert.

Samstag, den 13.8.
Bis Mittag regnet es erbarmungslos, der Sturm ist aber fast weg. Ab Mittag scheint die Sonne und fordert uns heraus, das Schiff zu verlassen. Später kam der Sturm, reumütig, wieder zurück. Er kann uns nicht in Ruhe lassen!

Route: 32 Seemeilen, bis heute: 561
8:20 Stunden, Temp.: 12-13°C
Sonnenaufgang: 05:45, Sonnenuntergang: 21:27













Steinbutt, selbst gekauft!
Nach dem Abschied von Kirkehamn ...


... wollen wir hier durch und ...
... es klappt!


Baaly, Impresionen ..
Badestrand





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